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ADLER THERMAEI-53027 Bagno Vignoni | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Hotel Adler und Familie Sanoner (Historie) | |
| Hotel Adler und Familie Sanoner Kurzer historischer Überblick Den ersten Nachweis zur Geschichte des heutigen Hotel ADLER Wellness & Sport Resort finden wir aus dem Jahre 1288. Im Urbar des Meinrad II von Tirol aus jenem Jahre wird der „Ortiseiter Hof in Greden“ erwähnt, aus dem im Lau-fe der Jahrhunderte das heutige Hotel ADLER entstanden ist. Zu dieser Zeit und in den darauf folgenden 250 Jahren ca. lebte auf diesem Ansitz das wohlhabende Geschlecht der Ortiseiter. Der Ortiseiter Hof und die gleichnamige Familie haben dem gesamten Ort den Namen gegeben: St.Ulrich heißt im Ladinischem „Urtijei“, im Italienischen „Ortisei“ und hieß auch auf Deutsch lange Zeit „Ortiseit“. Während dieser 250 Jahre finden sich kaum Anhaltspunkte zur Geschichte des Hofes und seiner Bewohner. Unklar ist auch zu welchem Zeitpunkt der Ortisei-terhof zu einem Gasthaus wurde. Erst aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhun-derts gibt es wieder verlässliche Hinweise, die den Ortiseiter Hof bereits als Wirtshaus ausweisen. Dieses wechselte im Laufe der darauf folgenden Jahr-hunderten mehrmals den Besitzer und den Namen: „Daverdawirt“, „Morit-zen“ oder „Mauriz“, „Unterwirt“ und wieder „Daverda“. Im Jahre 1810 erwarb Josef Anton Sanoner, Kaufmann in Paris, die „Wirtsbe-hausung Daverda“. Josef Anton Sanoner stammte aus Wolkenstein, wo seine Familie – die damals noch Senoner hieß – am „Costahof“ lebte. Er und seine 4 Brüder – Josef Anton Sanoner hatte zudem auch 5 Schwestern – verlegten sich schon in frühen Jugendjahren auf das damals vielversprechende Handwerk der Holzschnitzerei. Dabei wurde während der kalten Jahreszeit in den Gröd-ner Stuben geschnitzt, im Sommer wurden die Schnitzereiprodukte im Wan-derhandel außerhalb des Tales verkauft. Die Brüder Senoner erkannten bald – wie andere Grödner auch – die guten Erwerbschancen des Handels mit Holzschnitzereien, vor allem in den großen Städten Europas und darüber hinaus. So zogen damals viele Grödner in die Welt hinaus und gründeten Handelsniederlassungen in ganz Europa, Nord- und Südamerika, ja sogar in Japan und Australien. Die Gebrüder Senoner (genauer gesagt vier davon und ein Cousin) zogen kurz vor Ausbruch der Französischen Revolution nach Frankreich, wo sie vor allem in Paris und Lyon Handelshäuser gründeten. Einem der Brüder, Sebastian Sa-noner, verdanken wir sehr eindrucksvolle Aufzeichnungen von den Wirren jener Zeit in Frankreich. Hier vollzog sich auch – wahrscheinlich aufgrund der Aussprache des französischen „e“ ohne Akzent – die Lautverschiebung im Namen: von Senoner zu Sanoner. Trotz der geschichtlich turbulenten Jahre waren die Sanoner Brüder in Frank-reich sehr erfolgreich und ließen sich auch definitiv dort nieder, bis auf Josef Anton, der 1810 mit seinen Ersparnissen heimkehrte, die immerhin dazu aus-reichten, das Wirtshaus „Daverda“ zu erstehen. Dieses übergab er später seinem Sohn, der ebenfalls Josef Anton hieß, welcher es zwischen 1870 und 1880 wiederum seinem Sohn Johann Baptist vermachte. Dieser erweiterte in den darauf folgenden Jahren das Wirtshaus zu einem statt-lichen Hotel und nannte es „Hotel zum Goldenen Adler“. Der wichtigste Zu-bau war dabei der sog. „Bittner-Trakt“, benannt nach dem bekannten Architek-ten Bittner, welcher 1905 fertig gestellt wurde. Im Jahre 1885 wurde die „Sektion Gröden des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins“ gegründet … mit Sitz im Hotel Adler. Um 1910 verfügte das „Hotel zum Goldenen Adler“ – bereits unter der Füh-rung von Josef Anton, Sohn des Johann Baptist und Großvater der heutigen Besitzer Andreas und Klaus Sanoner – samt Dependancen schon über „ … 100 gutmöblierte, pedantisch reinliche Fremdenzimmer mit geräumigen französischen Bet-ten, elegante Speisesäle, aussichtsreicher Veranda und Terrasse, Bibliothek mit Lese-zimmer, Klavier, Billard, elektrische Beleuchtung in allen Räumen, Hochdruckwasser-leitung, Wannen- und Sitzbäder, englische Spülklosetts und Telephon, sowie exquisite Küche zu jeder Tageszeit, Menu und nach Karte, Bier vom Fass und Wein in größter Auswahl.“ Darüber hinaus unterhielt man täglich dreimal Verbindungen zur Bahnstation Waidbruck mit Ein- und Zweispännern und in den Adler-Stallungen waren bis zu 20 Pferde untergebracht. Die Gäste kamen vorwiegend aus dem Raum der Habsburger Monarchie und aus Berlin. Sogar Kaiserin Zita war im Jahre 1917 Gast im ADLER. In den Jahre 1925 bis 1929 verband Josef Anton Sanoner die auseinander lie-genden Hoteltrakte durch einen imposanten Zubau. Als Architekt beauftragte er den damals bereits sehr bekannten und heute weltberühmten Österreicher Clemens Holzmeister zusammen mit dem St.Ulricher Architekten und späte-ren Schauspieler, Regisseur und Buchautor Luis Trenker – wahrscheinlich hauptsächlich aufgrund seiner Zeichnungsberechtigung, da Clemens Holz-meister als Österreicher im damaligen faschistischen Italien keine Arbeitsge-nehmigung erhielt. Der sog. „Holzmeister-Trakt“ ist heute noch im Wesentlichen erhalten. Vor allem das imposante Treppenhaus aus Holz und die Hausbar sind von archi-tektur-historischem Wert. Die Kosten des Zubaus überstiegen damals allerdings bei weitem die veran-schlagten und brachten Josef Anton Sanoner und seine Frau Fanny an den Rande des Ruins. Schließlich konnte er sich durch die Unterstützung eines Kol-legen, der ihm Geld lieh, und aufgrund der Tatsache aus der finanziellen Not-lage befreien, dass die gesamte Belegschaft bis zu einem Jahr auf den Lohn verzichtete und Lieferanten aus Bozen die Bezahlung der gelieferten Ware ei-nige Jahre stundeten. Bald ging es dem Adler aber wieder besser. Bereits im Jahre 1934 verfügte das Hotel Adler – damals unter der italienischen Bezeichnung „Aquila“ – „ … über 220 Betten, Appartements mit fließendem Wasser, Zentralheizung, Lift, Konzerte, Tennis, Autogarage, zentraler Lage und großem Park …“ Zu den Gästen zählte so-gar Prinz Umberto von Savoien. In den 50er Jahren übergab Josef Anton Sanoner den Betrieb seinem Sohn Josef Anton, genannt „Pepi“, der ihn bis in die 80er Jahre führte, vor allem auch Dank der tatkräftigen Mithilfe seiner Frau Elly, auch heute noch „Senior-Chefin“ im ADLER. Hauptleidenschaft von Pepi Sanoner war nämlich die Poli-tik, vor allem die Gemeindeverwaltung. Er war 30 Jahre in der Gemeindever-waltung von St.Ulrich tätig, davon fast 17 als Bürgermeister, und trug wesent-lich zur positiven Entwicklung des Ortes und des gesamten Tales Gröden bei. 1970 erhielt das Hotel ADLER ein Hallenbad, das in mehrerer Hinsicht eine Pionierleistung darstellte. Es war auf jeden Fall ein Novum in der Berghotelle-rie, war das erste Bad mit Überlauf-Rinne, verfügte als erstes schon damals über eine Ozonanlage und wurde im allgemeinen so gut gebaut, dass es auch heute noch unverändert attraktiv ist. Seit Mitte der 80er Jahre führen die Söhne von Pepi Sanoner, Andreas und Klaus mit ihren Frauen Verena und Karin das Hotel Adler. Andreas und Klaus Sanoner schlossen ihre Ausbildung mit dem Wirtschaftsstudium an der Wirt-schaftsuniversität Wien ab. Ab Ende der 80er Jahre hat das Hotel ADLER eine rasante Entwicklung erfah-ren, mit mehreren Erweiterungen und Umbauten, von denen folgende beson-ders zu erwähnen sind: 1989/90 Abbruch und Wiederaufbau des „Bittner-Flügels“ und Bau einer Tiefgarage. Im Zuge des Neubaus des „Bittner-Flügels“ wurde eine Beauty Farm errichtet und nach „Dolasilla“ einer schönen und tapferen Fürstin aus den Dolomiten-sagen benannt. Auch damit war der ADLER seiner Zeit voraus und der Grundstein für die Entwick-lung zum Wellness Hotel gelegt. Zugleich wurde auch das be-treute Sport- und Unterhaltungsangebot stark ausgebaut. 1996/97 Bau der „Aguana“ Wasserwelt, einer einzigartigen Saunaland-schaft. 1999 Erweiterung der Hausbar durch einen bemerkenswerten, sonnen-durchfluteten Wintergarten. 1999/2000 Bau der „ADLER Vital Residenz“, eines neuen Wohntraktes an Stelle der alten Adler-Garage mit einem neuen, attraktiven Dorfplatz, Geschäften, dem Cafe „SoViSo“, 28 Komfort-Zimmern und 13 Apparte-ments. Dabei wurde auch die Tiefgarage stark erweitert und der große ADLER Park (9.000 m²) neu gestaltet. 2000/01 Erweiterung der „Dolasilla“ Vitalwelt mit neuem Receptions-Bereich und 10 zusätzlichen Behandlungskabinen, sowie Arzt und Friseur, und Errichtung des Fitnessbereiches „AdlerFit“. Seit 2000 heißt der Adler „Hotel ADLER Wellness & Sport Resort“. Er ist trotz seiner Größe ein Familienbetrieb geblieben, geführt von Klaus und Andreas Sanoner mit ihren Frauen Karin und Verena und der aktiven Mithilfe der Mut-ter und Senior-Chefin Elly Sanoner. Auch die Schwester von Andreas und Klaus, Annemarie, ist im ADLER tätig: sie ist ausgebildete Ayurveda-Therapeutin und leitet den erfolgreichen Ayurveda-Bereich im ADLER. Exkurs: Neben der Tätigkeit im Hotel ADLER waren und sind Andreas und Klaus Sa-noner auch in anderen Organisationen in leitender Position tätig (Tourismus-verein, Tourismusverband, Dolomiti Supertour, Hogast Italien, St.Ulrich 2000 Transport GmbH/Rolltreppenverbindung zur Seceda, Gherdeina Ronda GmbH/unterirdische Standseilbahn in St.Christina) und sind in weiteren Pro-jekten sehr engagiert. Von diesen sind folgende zu nennen: seit 1991 Pacht des „Family Hotel Post“ in St.Christina/Gröden seit 1994 Pacht des „Dolomiti Hotel Dosses“, ebenfalls in St.Christina/Gröden 1997 Ankauf des „Hotel Regina“ in nächster Nähe des Hotel ADLER zwecks zukünftigen Umbaus 1999 Erwerb der Hotelruine „Mezdì“ auf der Seiser Alm: daraus soll in Zukunft ein attraktives Berghotel entstehen. 2003 Bau eines Thermal- und Wellnesshotel mit 200 Betten in Bagno Vignoni, Provinz Siena, Toskana. |